Freitag, 23. Januar 2009
365 Tage sind rum!!!
Hallöchen,
Mittlerweile sind über 365 Tage vergangen in denen ich meinen Bruder nicht gesehen habe, geschweigedenn gehört.
Im letzten Jahr wurde ich operiert. Endometriose hatten Sie festgestellt. Insgesamt 4 Zysten wurden mir im Unterleib entfernt. Schmerzen habe ich nach wie vor :(
Naja, so ist das.
Weihnachten war sehr einsam und traurig. Das erste mal das wir nur zu viert waren. Meine Mutter, meine kleine Schwester, mein Freund und ich. Wir sind ja auch im Dezember umgezogen. Endlich eine schöne große Wohnung :D Alles so wie ich es mir vorgestellt habe. Und da ich diesmal genug Platz hatte habe ich mir vorgenommen an Weihnachten trotzdem alles so schön wie möglich zu machen. Also habe ich 12 leckere Rinderrouladen gemacht mit Rotkohl (den hat meine Mutter zubereitet) und Kartoffeln. Einen Tag vorher hatte ich Karamelllikör selber gemacht. Naja, er war sehr süß, zu süß um genau zu sein aber egal. Beim nächsten mal wird es besser.
Ich wollte an Weihnachten wenigstens alles schön gestalten für meine kleine Schwester. Sie ist gerade 6 Jahre alt und ich finde in dem Alter sollte man Weihnachten noch so erleben wie es sich als Kind gehört. Somit sind wir ein paar Tage vor Heiligabend losgezogen um einen schönen Weihnachtsbaum zu kaufen. Hmmmmmm, er war schön aber 3 Meter groß ~grins~ Egal, ich vorne und mein Freund hinten und dann ab nach Hause. Zu Fuß haben wir diese riesige Edeltanne nach Hause getragen. Wir haben zwar viele Bekannte (Ich dachte mal es wären Freunde) mit Auto aber wie ich es nicht anders kenne kann man auf niemanden zählen solange der jenige sich mit seinem Fahrdienst keinen Vorteil daraus schaffen kann. Aber egal, wir schaffen das auch alleine, wie immer halt.
WOW, war das ein Baum. Ich taufte ihn oder Sie~wer weiß das schon~ mit dem Namen "TOPMODEL".
Ich habe echt noch nie so einen tollen Baum gesehen. Wir mussten Ihn kürzen aber er war immernoch schön und ging bis unter die Decke (2,60 m) Wir haben Ihn ganz toll geschmückt mit schwarzen, goldenen und roten Kugeln. weißes & schwarzes Lametta, 180 Lichtern und vielem schönen Zeugs. Meine Mutter hatte einen Minibaum gemacht. Für was & wen sollte Sie sich auch die Mühe machen. Es gibt ja niemanden mehr außer uns........
An Heiligabend dann haben wir lecker gegessen und nachdem Essen durfte die Kleine natürlich die Geschenke auspacken. Die meiste Zeit saß ich und meine Mutter in der Küche und meine Freund und die Kleine waren im Wohnzimmer TV gucken.
Es war ein einsames kurzes Weihnachten. Meine Mutter und mein Schwesterchen machten sich kurz nach 23 Uhr zum Aufbruch bereit. Früher saßen wir alle miteinander bis in die Morgenstunden bei meiner Mutter haben erzählt, gelacht und meistens viel getrunekn ;) Weihnachten wurde bei uns meistens zu einer treinkfreudigen Runde. Aber dieses mal war alles anders. Nicht einmal mein Onkel (der mit dem Tumor) hat sich gemeldet. Wenn von uns nichts kommt hält er es wohl nicht für nötig sich an Weihnachten geschweigedenn Neujahr zu melden. Naja, was solls.
Vor Sylvester hat es mir gegraut :( Ich habe ein paar Häppchen gemacht und Frikadellen. Meine Mutter brachte noch leckeren Nudelsalat mit. Und somit waren es wieder wir 4, genauso wie an Weihnachten. In vielen Momenten dachte ich das heute um diese und diese Zeit vor einem Jahr alles zusammenbrach. Immer wieder dachte ich daran. Ich kann mich noch an jedes einzelne Detail erinnern was in der Sylvesternacht 2007 auf 2008 passiert ist :(
Aber ich wollte den beiden bzw. den dreien meinen Freund mitgerechnet trotzdem einen schönen Abend machen.. Ich habe alles in der Küche geschmückt. Luftballons, Luftschlangen, Konfetti und alles was man an Sylvester noch an Spielerein aufstellt. Meine Mum und die Kleene kamen so gegen 18 Uhr. Ich und meine Mutter saßen in der Küche und mein Freund und meine Schwester hüpften zwischen Wohnzimmer und Küche hin und her. So gegen 21 Uhr rum hat mein Freund sich dann auf die Couch gelegt und die Kleine zu Ihm. Er schlief dann ein. So bis 23:55 Uhr. Wir raus-geknallt-flüchtig ein Frohes Jahr gewünscht~ Meine Mutter versuchte die Situation immer wieder zu retten aber ich kämpfte ununterbrochen mit den Tränen. Es war kein schöner Abend. Ich quälte ab und zu ein Lächeln über meine Lippen um es für die Kleine und meine Mum so angenehm wie möglich zu machen. "Hauptsache wir haben uns noch!" sagte meine Mutter zu mir."Oder sitzen wir nächstes Jahr jeder alleine zu Hause?" schmieß Sie mit starrenden Blick hinterher. "Natürlich nicht!" war meine Antwort und dabei dachte ich daran ob das Herz meiner jungen Mutter (43) noch mehr Leid verkraften kann denn wer weiß was noch alles auf uns zukommt. Bis jetzt ging es immer weiter, wie eine Kettenreaktion. Ein Unglück folgte dem nächsten........
Jedenfalls war ich froh Weihnachten wie Sylvester hinter mich gebracht zu haben. Wir haben das Beste daraus gemacht.
Letztes Jahr bekam ich übrigens Post von meiner Anwältin. Der Staatsanwalt habe vor das Verfahren einzustellen mit den Worten " NICHT DAS ER MIR NICHT GLAUBT, SONDERN DAS ES AUS MANGEL AN BEWEISEN EINGESTELLT WIRD.
Das konnte ich nicht glauben. Für mich mache ich eine Psychische Hölle durch und erkenne mich selbst kaum wieder.
Ich habe mich an Pc gesetzt und fing an zu schreiben. Ich habe sämtliche Unterlagen kopiert die ich im Jahre 2008 gesammelt habe und an meine Anwältin geschickt. Ich frage mich in wie Fern die da ermittelt haben. Ich musste regelrecht nur eine Aussage machen und das war es gewesen. ich wurde nie wieder vorgeladen oder sonst was. Was ich so machen, die Medikamente, die Psychiatrie, mein kompletter Zusammenbruch einfach der sich bis heute noch zieht. Weder meine Anwältin noch der Staatsanwalt noch sonst wer haben sich jemals nochmal für mich interessiert. Das verstehe ich nicht so ganz.
Nachdem ich den Brief abgeschickt habe wurde kurze Zeit das Vrfahren wieder aufgenommen. Und jetzt läuft es immernoch. Inzwischen wurde auch ein Gutachten über meinen gesundheitlichen Zustand erstellt. Dafür das ich nun 25 Jahre alt bin ist es kein gutes Gutachten. Alle meine Stärken sind auf einmal meine Schwächen. Konzentration, Offenheit, Zuverlässigkeit etc. ist für sehr schwer geworden............... mehr demnächst ;)
Wünsche euch allen ein schönes Wochenende! Bye

... link (0 Kommentare)   ... comment


Freitag, 7. November 2008
Letzter Teil 13
. Ich musste wieder zum Amt vorsprechen und als ich wieder völlig zusammen gebrochen bin eskalierte das ganze und ich verließ den Raum und fuhr in die 10. Etage um mich zu beschweren. Erstmal hat man mich lange warten lassen und dann rief der Mann mich rein. Ich versuchte im meine Lage zu erklären und dann wurde er sehr schnell laut und meinte das was mir in der Kindheit passiert wäre, damit müsse ich klar kommen. Und ich solle mich von allen Menschen trennen die damit in Verbindung stehen und er meinte noch als ich anfing zu weinen das ich aufhören solle sonst bekomme ich mal Krach mit ihm und dies und das. Ich konnte es gar nicht fassen was er mir dort alles an den Kopf geschmissen hat. ich fuhr nach Hause und weinte, wie immer. Wieder mal hoffte ich auf Hilfe und wieder mal bekam ich einen Tritt. Immer und immer wieder. Ich kann mich nicht konzentrieren. Ich denke immer wieder daran dass ich nie etwas hätte erzählen dürfen weil mir niemand glaubt. Alle gucken weg. Ich fühle mich verraten und habe einfach Angst. Ich weiß nicht mehr wie es weiter gehen soll. Es hört niemals auf. Es ist jetzt September und ich verliere alle Hoffnung. Ich kann das doch so nicht auf mir sitzen lassen. Ich bin ein Opfer und werde wie der letzte Dreck behandelt und alle machen sich ein schönes Leben und bei mir wird alles immer nur schlimmer. Ich kann nicht mehr so weiter leben. Ich empfinde einfach keine Ruhe und Freude mehr.
Ich weiß nicht mehr weiter.....



Liebe Grüße.........

... link (0 Kommentare)   ... comment


Donnerstag, 6. November 2008
Teil 12
Ich muss noch hinzufügen dass 2007 am 9.9. mein Schwiegervater im Alter von 59 verstorben ist. Heute Krebs festgestellt 2 Wochen später war er tot. Er war Jahre lang bei demselben Arzt in Behandlung wie mein Onkel Oliver der einen Gehirntumor hatte.
Seit Januar habe ich mich völlig isoliert. Im Februar ist dann mein Freund schwer erkrankt. Er hat schon eine Behinderung von 50% aber es geht immer weiter. Er lag fast 2 Monate in der Uni Köln. Er hatte eine schwere Ohr OP und das ca. 4 oder 5-mal hintereinander. Die Ärzte meinten das der Eiter im Ohr den Knochen im Gehörgang fast vollständig weggefressen hat und somit in kürzester Zeit der Eiter in das Hirn gelaufen wäre und dann wäre mein Freund heute tot. Das ist aber nicht alles, vorher wurden 2 nicht zu identifizierbare vergrößerte Knoten in der Speiseröhre meines Freundes gefunden. Aber anscheinend hat die Uni keine Behandlungsmöglichkeiten und deshalb wurde er entlassen mit dem Entlassungsbericht er solle sich ambulant weiter behandeln lassen. Bis heute war er nicht mehr beim Arzt deswegen obwohl er immer wieder fürchterliche Schmerzen hat. Ich hatte also damit zu kämpfen das ich alles verlieren werde. Ich habe jeden Tag gebetet dass ich nicht mehr wach werden will. ich habe überlegt mir aus Kabel einen Strick zu basteln und mich aufzuhängen. Ich wollte/will einfach nicht mehr. ich kann auch nicht mehr. Anfang 2007 haben wir unsere Wohnung renoviert. Im September starb mein Schweigervater und im Oktober kam die Nachricht von unserer Wohnungsgenossenschaft dass wir ausziehen müssen weil das Haus komplett saniert wird und das ein Rückzug ausgeschlossen sei. Seit fast knapp 6-7 Jahre lebe ich hier, ohne Heizung mit viel Schimmel. Alle Häuser in der Nachbarschaft wurden saniert und alle durften zurückziehen, nur bei meinem Haus ist es ausgeschlossen. All die Jahre habe ich diesen Baulärm von den Nachbarschaftshäusern oder der Bahnumbau der Linie 12. Jetzt wo alles schön ist müssen wir weg hier. Baer wir sind heute noch hier. Alleine. In einem 36 Parteien Haus sind nur noch wir übrig. Jeden Tag denke ich das Haus kracht zusammen weil überall nur Bauarbeiten vorgenommen werden. Im Treppenhaus bricht man sich fast das Genick aber trotzdem wird die volle Miete verlangt. Ich kann einfach nicht mehr. Ich merke selber wie durcheinander ich schreibe aber ich kann all diese Dinge kaum noch einordnen. Meine Mutter ist dann dieses Jahr mit mir zum Arzt weil ich immer stärkere Selbstmordgedanken habe hat meine Hausärztin mich in eine Psychiatrische Klinik eingewiesen. Seit der Entlassung nehme ich jeden Tag Antideprissiver. 150 mg Amineurin. Sie sollen mir helfen aber das tun Sie nicht. Ich kann davon nur schlafen aber tagsüber rattert mein Kopf. Ich kann das alles nicht verstehen und nicht mehr aushalten. ich habe das Gefühl das alles und jeder gegen mich sind. ich sitze nur noch z Hause und weine. Tag für Tag. Ich habe mein Selbstbewusstsein verloren und meiner Meinung nach wird sich eh nie etwas ändern. Ich werde wahrscheinlich nie wieder Kontakt zu meinem Bruder haben und dabei wohnen wir nur ein paar Straßen entfernt. Verwandte von meinem Bruder zb. Seine Cousine weiß ganz genau was da damals passiert ist. Ich bin mir so sicher dass ich ihr mal etwas davon erzähle als wir noch jünger waren aber niemand will sich an etwas erinnern können weil alles nur mit Geld zusammenhängt. Sie sind Nachbarn von meinem Bruder etc.
Mein ganzer Körper zittert und zittert immer wieder. Unzählige Arztbesuche habe ich hinter mir und egal wie ich mich fühle und egal wie es mir geht das Arbeitsamt lässt keine Ruhe. Sie laden mich immer und immer und immer weiter ein. Sie habe mich zu einem Gutachter geschickt und dort hat die Dame in 10 Minuten 25 Jahre von meinem Leben beurteilt........

... link (0 Kommentare)   ... comment